Vermächtnis der Kai (John Grant & Joe Dever)

Legends-of-Lone-Wolf-front_720x600Vermächtnis der Kai ist der erste Band in der Reihe Legends of Lone Wolf, die Geschichte basiert auf den bekannten Fantasy-Spielbüchern.  Als Autoren sind John Grant und Joe Dever genannt.

Der Schatten der Armeen der Finsternis liegt drohend hinter dem Schroffsteingebirge, das die Düsterlande vom Rest Magnamunds und den freien Königreichen trennt. Tapfer stehen die Nordländer Sommerlunds – angeführt durch den Orden der Kai und die Bruderschaft des Kristallsterns – den finsteren Mächten entgegen. Doch Vonotar, der machthungrige Magier, hat längst seine eigenen Pläne und ebnet dem finsteren Lord Zargarna den Weg. Die Zeitenwende ist angebrochen – die unbeschwerten Tage der freien Königreiche dahin – die Invasion Sommerlunds hat begonnen… 

Vermächtnis der Kai betrachtet die Anfänge der Geschichte um Einsamer Wolf, diesmal jedoch als Roman. Der Leser erfährt Hintergründe über die Ursprünge des Polyversums  Aon und der Welt Magnamund. Magnamund ist die Welt auf der die Kräfte des Guten in Form der Götter Kai und Ishir gegen die Kräfte der Bösen, repräsentiert durch Naar, dem Gott der Finsternis, ringen.

Der kundige Leser wird im Laufe der Geschichte feststellen, dass einige Facetten der Erzählung eine andere Ausprägung annehmen. Diese Entwicklungen unterscheiden sich von den Erlebnissen die man als Einsamer Wolf aus dem ersten Spielbuch vielleicht gewohnt ist. Der erste Teil der Geschichte befasst sich mit den Hintergründen des Ewigen Kampfes zwischen den Kräften des Guten und des Bösen. Danach rücken der Magier Vonotar und sein Weg zum Bösen, sowie der junge Magier Banedon und natürlich Einsamer Wolf in den Fokus. Alles gipfelt im Untergang des Kai-Ordens und dem Zusammentreffen von Einsamer Wolf und Banedon. Die Wesenheit Alyss spielt in der Geschichte ebenfalls eine gewichtige Rolle.

Die Geschichte ist spannend zu lesen, aber leider auch viel zu schnell zu Ende. Die Lektüre der 324 Seiten verging wie im Flug. Den Schreibstil der Übersetzung empfand ich als sehr angenehm, passend für einen schönen Sonntag auf der Terrasse. Wer die Geschichte des ersten Bandes durch hat muss nicht verzagen, mit Tor der Finsternis ist der zweite Teil bereits erhältlich. Ich freue mich bereits auf den zweiten Teil und hoffe, das Einsamer Wolf noch zahlreiche Anhänger finden wird.

Soylent Green (Harry Harrison)

soylent_green_720x6001999 ist die Bevölkerung des Planeten explodiert. Die 35 Millionen Einwohner von New York City bringen ihre Fernseher mit Pedalkraft zum Laufen, randalieren wegen Wasserknappheit, rauben Linsen-Steaks und werden mit Stacheldraht, der vom Himmel fällt, in Schach gehalten.

Als ein Gangster während einer glühenden Hitzewelle in Manhattan ermordet wird, setzt man den Polizisten Andy Rusch unter Druck, das Verbrechen aufzuklären, der wiederum ist aber auch von der wunderschönen Freundin des Opfers fasziniert. Doch in den verrückten Straßen von New York City, vollgestopft mit Leuten, und in einer Welt, die den Bach hinuntergeht, ist es schwer, einen Killer zu fassen, geschweige denn das Mädchen zu bekommen.

Die Geschichte Soylent Green von Harry Harrison weiß auch noch nach 50 Jahren zu fesseln und hält heutzutage eine gewisse Brisanz bereit. Die Ausbeutung der Rohstoffe der Erde ist nach wie vor ein mehr als aktuelles Thema. Die Dystopie von Harry Harrison zeigt ein verstörendes Bild eines möglichen New York des Jahres 1999.

Die Fassung vom Mantikore Verlag ist meiner Ansicht nach gut gelungen. Eine angenehme Schriftgröße und die Haptik des Papiers machen die Lektüre des Buches sehr angenehm. Was negativ auffällt ist das schlechte Lektorat des Buches. Teilweise fehlen einzelne Worte oder es werden schlicht die falschen Worte benutzt. So wird „Wann“ anstelle von „Wenn“ verwendet, gerade diese Fehler hätten einem kritischen Lektor auffallen müssen.

Wer sich von diesen Einschränkungen nicht abschrecken lässt, dem kann ich bedenkenlos den Kauf des Buches empfehlen. Man erhält eine fesselnde Geschichte, die einem durchaus auch zum Nachdenken anregt.

Soldierboy (Joe Haldeman)

Soldierboy_720x600Das Jahr 2043.

Ein Nuklearkrieg hat unfassbare Zerstörung über die Menschheit gebracht. Die Kämpfe werden dennoch unerbittlich fortgesetzt. Den Krieg führen mental gesteuerte Kampfmaschinen – sogenannte „SOLDIERBOYS“. Der Soldat Julian Class steuert einen solchen “SOLDIERBOY“ und erlebt das Grauen des Krieges als verstörenden Livestream.

Die junge Wissenschaftlerin Amelia Harding will diesem Horror ein Ende setzen. Bald wird Sie eine Entdeckung machen, die das gesamte Universum Jahrtausende zurückwerfen könnte. Ein Neuanfang für die gesamte Menschheit wäre zum Greifen nah…

Die mir vorliegende Ausgabe des Buches Soldierboy von Joe Haldeman (Originaltitel: Forever Peace) ist beim Mantikore Verlag erschienen. Die Übersetzung stammt aus der Feder von Verena Hacker. Das Cover zeigt eine vermummte Gestalt, die eine Waffe geschultert hat, und auf den Überresten einer Maschine steht. Das Bild suggeriert eine post-apokalyptische Stimmung, welche meiner Ansicht nach nicht so recht mit dem Inhalt der Geschichte korrespondiert. Die Geschichte rund um Julian Class ist durchaus interessant zu lesen und hält anfänglich einige interessant Wendungen bereit. Doch gerade diese „Interessanten“-Elemente können nicht bis zum Ende aufrecht gehalten werden.

Jene Hauptfigur, Julian Class,  ist neben seiner Tätigkeit als Lenker eines Soldierboy – einer bewaffneten humanoiden Drohne – auch noch Wissenschaftler an einer Universität und wechselt im regelmäßigen Turnus zwischen diesen zwei Welten. Und so wechselt auch die Geschichte, wobei sich beide Stränge schließlich vermengen und nichts geringeres als die Rettung der Menschheit auf dem Plan steht. Konnte die erste Hälfte des Romans mich noch in ihren Bann ziehen, verliert für mich die Geschichte gerade zum Ende hin sehr stark an Faszination. Was aus meiner Sicht bleibt ist ein solider Roman, der mit seinen über 550 Seiten etwas zu umfangreich geworden ist.

Earthdawn – The Age of Legend

earthdawnageoflegends-min-768x765Vagrant Workshop unter der Feder von Carsten Damm und Kathy Schad haben mit Earthdawn – The Age of Legend ein alternatives Regelsystem für den Klassiker Earthdawn veröffentlicht. The Age of Legend benutzt eine erweiterte Form des FU Regelsystems. FU steht für Freeform Universal und ist bei DriveThruRPG als Pay what you want als Download erhältlich.

Ich bin schon sehr gespannt auf das System. Earthdawn war schon immer eines meiner Lieblingssettings. Und meine alte Rollenspielrunde und ich haben viele Abende in Barsaive verbracht. So gern ich das Setting auch habe, aktuell werde ich mit dem alten Regelsystem nicht mehr so recht warm. Dabei ist es vielmehr die Tatsache, dass das Regelsystem eine hohe Einarbeitungszeit von jedem Mitspieler verlangt und es auch zur Vorbereitung einiges an Zeit kostet. Von The Age of Legend verspreche ich mir nun, dass man das gewohnte Gefühl von Earhtdawn mit einem neuen Regelkern transportieren kann. Persönlich hatte ich in letzter Zeit mal an eine Adaption des Settings mit FATE gedacht, aber gerade der Ansatz mit FU gefällt mir auf dem Papier schon mal recht gut.

Ich hoffe, das ich im Laufe des Jahres vielleicht mal in den Genuss kommen werde Earthdawn – The Age of Legend zu spielen.

Yggdrasill

yggdrasill_1Unsere Oberhausener Rollenspielrunde spielt aktuell Yggdrasill von Cubicle 7.

Bei Yggdrasill stehen die Nordmänner und -frauen der drei nordischen Königreiche Dänemark, Norwegen und Svithjod (heutzutage Schweden) zur Zeit des 5. Jahrhunderts nach Christus im Fokus. Das Spiel orientiert sich an der realen Welt, aber mit der Prämisse, das die Nordische Mythologie Realität ist – das unsere Welt, Midgard, eine der Neun Welten ist, welche die Weltenesche Yggdrasill umgeben. Trollen und andere wilde Kreaturen lauern in den Wäldern. Es gibt Duergar und Alfar, wenn man weiß wo man sie zu finden hat. Und natürlich gibt es die Reiche der Riesen und Götter.

Nach einem kurzen Intermezzo in heimischen Gefilden, verschlug es die Gruppe danach in den hohen Norden von Norwegen, oder vielleicht sogar über Midgard hinaus. Es galt eine mächtige Seherin und Zauberin zu finden um ein Omen zu deuten. Mit mehr Fragezeichen als klaren Worten begab man sich auf die Rückreise.