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Abenteuer in Mühlstädt -I-

Ein Bericht von Lily Feldhuis.

Die Ereignisse trugen sich zu am 4. April des Jahres 213 seit Gründung des Königreichs Ravenstein.

Der Frühling hat in dem kleinen Dorf Mühlstädt Einzug gehalten.Durch die Schneeschmelze hat der Fluss Miel viel Hochwasser, mehr als sonst. So viel sogar, dass das Wasserrad der Weberei nicht betrieben werden kann. Als das Hochwasser sogar die Bienenstöcke unweit des Ufers bedroht, bittet der Imker Randolf um Hilfe. Nachdem Randolf sich sorgfältig vorbereitet hat, schafft er es zusammen mit dem Imker die Bienenstöcke unbeschadet in Sicherheit zu bringen. Vom Wirt Nikolaus bekommt er dafür leckeren Met ausgeschenkt.

Währenddessen beobachtet Lily auch besorgt das Hochwasser, denn der Hof ihrer Eltern liegt zwar in einiger Entfernung zum Fluss aber nicht unbedingt auf höherem Gebiet. Dabei sieht sie etwas Großes im Wasser treiben – einen Auerochsen. Sie watet daraufhin in Wasser und versucht das tote Tier an Land zu ziehen, denn es ist nicht so gut, einen so großen Kadaver im Wasser zu lassen. Einige Dorfbewohner sehen, was sie da macht und eilen ihr zu Hilfe. Da an dem Tier keine äußeren Verletzungen erkennbar sind, es ist wohl ertrunken, bietet der Gerberer ihr einen Tausch an – den unversehrten Kadaver gegen eine bereits fertige Lederrüstung in ihrer Größe. Das Angebot nimmt sie gerne an. Auf der Suche nach ihren Freunden, um ihnen von ihrer neuen Lederkleidung zu erzählen, trifft sie erst nur auf Randolf, welcher bereits einiges des guten Mets intus hat.

Kurz darauf stößt auch Gudrun in dem Gasthaus auf die beiden und erzählt von ihrem entspannenden Aufenthalt im Hegewald und das die Brücke über den Fluss nicht mehr zu benutzen ist. Auf der Suche nach einem Übergang, ist sie auf eine Stelle gestoßen, wo einige Bäume ausgerissen wurden.

Nach einigen Überlegungen zu dem Hochwasser, beschließen die drei zum Wachturm gehen – dem höchsten Gebäude des Dorfes. Da Gudrun der Meinung ist, das Randolf doch nicht so ganz nüchtern ist, schüttet sie ihm einen Eimer Wasser vom Brunnen über den Kopf. Mit einem nassen Randolf gehen die drei dann zum Wachturm. Von dort können sie erkennen, das sich die Miel nach Nordwesten ausbreitet, aber die Ursache dafür ist nicht zu sehen – die Mielhügel verhindern einen Blick auf einen weiteren Blick Flussabwärts. Randolfs Vater gibt ihnen den Rat, doch mit einem Boot den Fluss bis hinter die Mielhügel zu fahren und zu schauen, ob es dort etwas weiter zu sehen gibt.

Randolfs Freund unter den Fischer leiht ihnen ein Boot aus und während Gudrun und Randolf Umschau halten, stakt Lily gekonnt mit einer langen Stange das Boot in Ufernähe Richtung Flussabwärts. Als sie sich den Mielhügeln nähern, entdecken sie in einem der Hügel - welcher schon immer nach künstlichem Ursprung aussah – eine rechteckige Öffnung. Sie beschließen sich der Öffnung von der anderen Seite her zu nähern. Und da Randolf jeden vorhanden Ast am Boden beim schleichen mit nimmt, kommen zwei Wächter aus der Höhle – zwei Skelette. Noch während die drei unschlüssig sind, wie sie sich verhalten sollen, werden sie von den Skeletten entdeckt, die schnell näher kommen. Daraufhin richtet Gudrun ihren Bogen auf eines der beiden Skelette – schießt leider daneben und wird dafür von einem Schwerthieb getroffen. Auch Lily und Randolf sind ebenso erfolglos. Als Lily nach einem schweren Treffer bewusstlos zu Boden geht, legt Randolf seine ganze Wut in seinen Angriff und zerlegt regelrecht das Skelett und auch Gudrun trifft diesmal voll ins Schwarze – mit einem gekonnten Kopfschuss geht ihr Gegner zu Boden und zerfällt. Randolf heilt Lily mit seinen magischen Fähigkeiten und auch Gudrun mit ein paar gefundenen Heilkräutern. Nach einer kurzen Erholungspause heben Lily und Randolf die Schwerter der Skelette auf und stecken diese erstmals ein. Zwischen den dreien entbrennt eine kurze Diskussion, ob man weiter den Fluss runter soll oder erst sich vergewissern, dass nicht weitere unliebsame Überraschungen aus der Höhle kommen. Daraufhin bastelt Lily eine provisorische Fackel und sie geht mit Randolf in die Höhle hinein, währen Gudrun draußen Wache steht.

Der Gang ins Innere ist definitiv künstlich angelegt worden und teilt sich auch kurz darauf. Sowohl nach rechts wie auch nach links endet der Gang jeweils in einer kleinen Kammer mit einer jetzt leeren Bahre. Geradeaus endet es vor einer verschlossenen Türe. Durch einen Spalt in dem verwitterten Holz kann man eine liegende Gestalt auf einem Podest erkennen. Randolf holt Gudrun hinzu und gemeinsam betreten die drei den Raum. Kaum im Raum drinnen, erhebt sich die reich geschmückte Gestalt. Das Skelett beginnt zu sprechen und verlangt mit klarer weiblicher Stimmt zu wissen warum wir sie – Astrid, Fürstin des Rond-Stammes - in ihrer Ruhe stören. Randolf erläutert ihr die Situation mit dem Hochwasser und der daraus resultierenden Öffnung des Grabes. Als Entschuldigung verlang die Fürstin von den dreien eine epische Heldengeschichte. Nach dem die drei jungen Helden einen etwas hilflosen Blick gewechselt haben, beginnt Randolf zu erzählen wie er erst kürzlich ein ganzes Volk vorm Ertrinken gerettet hat, ein Volk namens Bienenstamm. Die Fürstin ist beeindruckt von so viel Heldenmut und bietet ihre Hilfe bei der Bekämpfung des Hochwassers an. Sie hält den dreien einen Schlauch Met hin, woraus sich alle drei einen Schluck gönnen und sie dürfen sich einen Gegenstand aus den Grabbeigaben aussuchen – Gudrun wählt eine kleine Statue aus. Danach wünscht die Fürstin den dreien viel Glück und legt sich wieder auf ihren Podest nieder. Nachdem sie das Grab verlassen haben, verschließen die drei das Grab so gut wie möglich.

Es geht weiter Flussabwärts. Nach einer kurzen Strecke ertönt von der linken Uferseite ein Wehgeschrei. Lily lässt das Boot daraufhin ans linke Ufer gleiten, wo eine kleine, bärtige Gestalt hockt – ein Zwerg. Dieser klagt über seine plötzlich überflutete Höhle und das sein Weib noch darin war. Randolf und Gudrun beruhigen den Zwerg, welcher sich dann als Brondulf vorstellt. Er beschreibt auf Rückfragen der drei die Aufteilung seiner Höhle. Lily erklärt sich bereit in die Höhle zu tauchen, um Gewissheit über das Schicksal der Zwergin, Katla, zu erlangen. Zum Glück findet sie in der überfluteten Höhle keine weitere Person und nimmt sich nur einen Beutel mit einigen notwendigen Sachen für Brondulf mit. Erleichtert berichtet sie ihren Gefährten und Brondulf, das Katla nicht in der Höhle ist – vielleicht hat sie es geschafft bis ins Dorf zu kommen. Brondulf bedankt sich für die Hilfe und gibt jeden der dreien eine Phiole mit roter Flüssigkeit – ein kostbarer Heiltrank, und macht sich auf ins Dorf. Gudrun nimmt ihren sofort ein.

Es geht weiter Flussabwärts. Lily, Gudrun und Randolf müssen feststellen, dass es tatsächlich einen Staudamm aus entwurzelten Bäumen gibt, dass das Wasser Flussaufwärts staut. Links am Staudamm befindet sich ein großer, merkwürdiger Felsen, den keiner der dreien jemals zuvor bemerkt hat. Lily lenkt das Boot an Ufer in der Nähe des Felsens. Hinter dem Felsen sind grobe Steine aufgetürmt, welche eine Art Altar bilden. Und obenauf befindet sich der Schädel eines Auerochsen, mit teils noch Fleisch und so daran. Um den Altar sind auch riesige Fußabdrücke zu sehen. Gudrun überlegt noch, wie groß ein Wesen sein muss um solch große Fußabdrücke zu hinterlassen, als sich der merkwürdige Felsen anfängt zu bewegen und sich erhebt. Ein Troll. Dieser ist ca. 3,5 bis 4 m groß, mit langen Armen und einer Haut wie Stein und greift die drei an. Randolfs und Lilys Angriff geht ins Leere. Gudrun richtet ihre ganze Wut auf den Troll und brüllt sie regelrecht heraus – und ein Feuerstrahl trifft den Troll. Der daraufhin vor Schmerz aufbrüllt. Lily und Randolf machen Gudrun nach und brüllen dem Troll ihre Wut entgegen und der Troll wird in ein Flammenmeer gehüllt. Der Met der Fürstin Astrid hat eine durchschlagende Wirkung und der Troll Sjolgund stirbt in den Flammen.

Nach einem Augenblick des Luftholens wird der Altar zerstört und die drei schauen sich den Staudamm genauer an. Gudrun findet einen Schwachpunkt im Bauwerk und Lily bindet ihr Seil um diesen Stamm. Sie schafft es, den Stamm wegzuziehen und rechtzeitig zum Ufer zu kommen, als der Staudamm krachend zusammenbricht und von dem Druck des gestauten Wassers den Fluss abwärts getrieben wird. Auf dem Weg zurück zum Boot, findet Randolf bei dem Troll noch einen Beutel, in dem runenbedeckte Stäbchen sind, den er mitnimmt. Beim Anblick des nun heftig strömenden Wassers beschließen die drei, doch lieber zu Fuß zurück zum Dorf zu gehen. Lily vertäut das Boot sicher am Ufer und nach einer Ruhepause geht es wieder zurück. Am späten Abend kommen die jungen Helden ins Dorf zurück und erzählen im Gasthaus „Zum alten Eber“ von ihren Erlebnissen und bekommen reichlich Met und Essen ausgegeben. Auch der Zwerg Brondulf mit seiner Frau Katla, welche von den Fischern aus dem Fluss gerettet wurde, nehmen an der spontanen Feier teil.


kampagnen/beyondthewall/abenteuer_in_muehlstaedt1.txt · Zuletzt geändert: 2017/04/17 21:04 von stefan