Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


Seitenleiste

kampagnen:beyondthewall:abenteuer_in_muehlstaedt2

Abenteuer in Mühlstädt -II-

Ein Bericht von Widmar Morgenstern.

Die Ereignisse trugen sich zu vom 18. April bis zum 05. Mai des Jahres 213 seit Gründung des Königreichs Ravenstein.

Ich hatte die seltsamen Ereignisse eine gewisse Zeit beobachtet, und war mir schnell sicher, dass sich meine Feenvettern da ihre Spässe erlauben: Zuerst verschwand alle Unterwäsche im Dorf in den Dorfbrunnen, dann fand Lily einen herumstreunenden Feenhund, dann waren auf einmal alle unsere Pferde auf den Dächern in Mühlstädt verstreut (was für eine Heidenarbeit, die da wieder runter zu kriegen) und dann träumt Gudrun noch von Feenwäldern (und wir alle wissen, dass Gudrun ungemütlich werden kann, wenn sie schlecht geschlafen hat). Wir 4 (Gudrun, Lily, Randolf und ich) machten uns also auf die Suche nach Hinweisen, warum die Feen bei uns auf einmal auftauchen und ihren Schabernack treiben. Der alte Boromir gab uns den Hinweis, dass vor 30 Jahren - jetzt wissen wir, es waren 33 Jahre - von Feen der Flußlauf geändert wurde, so dass ganz Mühlstädt kein Wasser mehr hatte, und das die Bäckers und die Daubners was damit zu tun hatten. Melisiande weiss leider von nichts und Felix Daubner erzählt uns von einer Gestalt, die groß wie ein Haus und aus Wasser war, die den Fluß umbog. Außerdem gab uns Felix den Hinweis, dass die Dorfhexe Elfrieda, die Vorgängerin von Salvia, mit den Bäckers unterwegs war, und dann wieder alles schnell in Ordnung war.

Als wir dann noch einmal zu Melisiande wollen, um doch noch mal nach Dingen ihrer Eltern zu fragen, vernahmen wir schon die Hilferufe der Hubers: Aus ihrem Vorratsschrank waren Elfen gekrochen, die das Dorf auffordern eine Delegation an den Feenfürst zu schicken, um eine Mißetat wieder gutzumachen. Wir besprechen uns mit den Ältesten, die entscheiden, dass ich mit meinen besten Freunden als Delegation am Geeignesten wären. Randolf findet noch ein altes Pergament von Elfrieda in seiner Hexenhütte - es gab wohl ein Ritual, dass die Verbindung zum Feenhof trennte, aber regelmäßig erneuert werden musste. Wir konnten uns schnell zusammenreimen, dass Melisiandes Eltern nach ihrem Verschwinden das Ritual nicht mehr vollziehen konnten. Melisiande konnte uns leider auf der Schnelle die alten Aufzeichnungen, die wir erst später dann zu Gesicht bekamen, nicht vom Dachboden kramen - letztendlich hätten diese auch nichts mehr genutzt. Wir zogen also auf zum Feenhof (durch den Vorratsschrank der Hubers) und sind von der Schönheit des Feenreichs völlig überrascht. Das Feendorf strahlt in schönsten Grüntönen und der Himmel hat eine träumerisch-malerische violette Färbung. Doch wir wurden sofort ins Aquamarinschloss des Feenfürsten geführt, in dem es unzählige Wasserspiele zu geben scheint. Das einzig gruselige, was wir sehen, ist der über dem entfernten Marktplatz stolzierende Oger.

Aus dem Wasserbecken in der Empfangshalle steigt auch schon der Feenfürst brodelnd auf - eine humanoide Gestalt aus Wasser, die jedoch so detailiert ist, dass man problemlos Gesichtszüge erkennen konnte. Der Feenfürst beschreibt uns, dass die Wagners aus Mühlstädt damals Feen getötet haben - ob mit Absicht oder im Unfall konnten wir leider nicht herausfinden. Der Feenfürst fordert entweder die jüngste Tochter der Melisiande oder ein Artefakt - eine beinerne Harfe mit goldenem Haar- ,dass vor Ewigkeiten vom Feenhof gestohlen wurde. Wir entschieden uns natürlich nicht für die Abgabe einer unschuldigen Dorfbewohnerin und lassen uns erklären, wo die Harfe sich aufhalten soll. Wir durften uns auch auf dem Goblinmarkt umsehen, die angebotenen Handel waren uns aber sehr supekt, also zogen wir los. Die Harfe befand sich in einem Labyrinth in einem anderen Teil der Feenwelten, den man nur durch die uralte Buche im Hegewald erreichen konnte. In diesem teil des Feenreiches war alles in grünes Zwielicht gehüllt und alles wirkte unheimlicher und gefährlicher als in dem schönen Dorf des Feenhofes. Das mag wohl auch an dem ganzen Dornengestrüpp liegen.

Wir folgten den Pflasterstein wegen und trafen recht schnell auf einen verletzten, weißen Hirsch, der im Dornengestrüpp fest saß. Nachdem Gudrun ihn befreite, führte uns der Hirsch zu einer Wasserquelle, die sich als erfrischend und bestärkend herausstellt. Kurz drauf stoßen wir auf eine baufällige Hexenhütte, die Randolf zusammen mit Gudrun sofort durchsuchten. Als wir den Weg weiter folgten und einer Gabelung nach links maschierten, bebte auf einmal die Erde. Als wir begriffen war los war - wir standen mitten auf einem Riesen, der schlief - fällt Gudrun schnell ein Schlaflied ein, dass sie auf ihrer Flöte spielt, Rettung in letzter Not. Wir zogen schnell weiter und standen auf einmal vor einem Baum, in dem eine riesige Kröte einen Spiegel - der sich noch als äußerst nützlich herausstellte - bewachte. Gudrun und Randolf schafften es, dass Gudrun sich den Spiegel schnappen konnte - wir mussten drauf aber flink Fersengeld geben und rannten weiter. Kurz vor der Lichtung, in der wir den Pavillion mit der gesuchten Harfe fanden, trafen wir noch auf 2 Gelehrte, die sich über das Sternenbild, welches man am Himmel sehen konnte, uneinig waren. Glücklicherweise konnte ich Ihnen weiterhelfen - als Dank bekam ich eine äußerst hervorragende Sternenkarte.

Der Pavillion, in dem sich die Harfe befand, war äußerst schwer bewacht: Alles zerschnetzelnde metallische Schmetterlinge - zu hunderten davon - saßen rundherum um das Gebäude. Randolf und Lily hatten die Idee Fackeln zu bauen, und wir nahmen den Spiegel und Lilys Schild als zusätzlichen Schutz - langsam aber stetig schafften wir es so, uns durch das Schmetterlingfeld zu bewegen. An der Harfe angekommen, bemerken wir, dass eine Glocke aus fester Luft diese noch zusätzlich schützte - diese Barriere konnte jedoch sprechen und stellte sich als Fengus, Wächter der Harfe vor. Er wollte meine Gedanken lesen, was ich zu ließ, damit er sicherstellen konnte, dass die Harfe wirklich ursprünglich mal gestohlen war. Darauf willigte Fengus ein, uns die Harfe im Tausch gegen den Spiegel zu geben. Auf dem Rückweg kamen wir noch an schnatternden Vögeln vorbei, denen Randolf das beste Schnittmuster weiterempfehlen konnte. Als Dank hat er jetzt diesen modischen Umhang, den er heute trägt. Am Feenhof wurden wir kurz nachdem wir das Labyrinth verließen ebenfalls empfangen. Wir konnten nicht nur den Frieden zwischen Mühlstädt und den Feenhof wiederherstellen, wir bekamen sogar 3 Mondsteine geschenkt.

Als wir wieder im Dorf sind, werden wir freudig empfangen - wir feiern und sind glücklich, dass nur 2 Wochen und nicht mehr Zeit vergangen ist, während wir im Labyrinth herumirrten.


kampagnen/beyondthewall/abenteuer_in_muehlstaedt2.txt · Zuletzt geändert: 2017/04/24 13:11 von Stefan