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Abenteuer in Mühlstädt -III-

Ein Bericht von Gudrun Pfeilmacher.

Die Ereignisse trugen sich zu vom 26. bis zum 29. Mai des Jahres 213 seit Gründung des Königreichs Ravenstein.

Und wieder passierten seltsame Dinge in Mühlstädt. Es war die Nacht zum 26. Mai 213, als rund 30 Schafe gemordet und verstümmelt wurden. Untersuchungen ergaben, dass eine gezackte Sichel wohl die Tatwaffe war.

Widmar berichtete zudem von einem alten Mann, der ihn vor großem Übel gewarnt hätte, das von unter der Erde kommen würde. Bei diesem Mann handelte es sich wohl um einen Priester aus einem fernen Land. Auch im Gasthaus geschahen seltsame Dinge, deren Zeuge Randolf wurde. Ein Fremder, niemand hatte seine Worte verstanden, greift plötzlich die nebenstehenden Personen an. Auffällig war hierbei dass seine Augen regelrecht glühten. Gemeinsam konnte diese Person überwältigt und den Wachen übergeben werden.

Wieder nur ein paar Stunden später war es, als Lily plötzlich einen Schrei hörte und einen leicht schwefeligen Geruch wahr nahm. Dieser kam scheinbar vom Dorfplatz. Als sie, gemeinsam mit Gudrun, dort hin eilte, konnten beide noch eine seltsame geflügelte Gestalt kurz vor dem Verschwinden sehen.

Natürlich wurde der Fremde auch von den 4 „Helden“ des Dorfes verhört, aber wirklich Wichtiges hat dieser ihnen nicht erzählt.

In der Nacht, Widgard wollte gerade schlafen gehen, erfuhr er von seinem Ziehvater, dass dieser gemeinsam mit dem Kollegen am nächsten Morgen in aller Frühe nach Milfurt aufbrechen würde, um den Gefangenen dort hin zu bringen. Widgard solle zwischenzeitlich auf das Dorf aufpassen.

Zeitgleich wurde Gudrun unter einem Vorwand aus dem Haus gelockt und von vermummten Gestalten überfallen. Sie wehrte sich zunächst kräftig, hatte aber gegen die Angreifer, die ihr zahlenmässig überlegen waren, keine Chance. Sie solle in der nächsten Nacht das gefundene Fragment in die Hügel bringen, dorthin wo sie es gefunden hätte, dann würde nichts passieren. Nur diesen einen Satz hörte sie bevor die Fremden, so plötzlich wie sie erschienen waren, wieder verschwanden.

Am nächsten Morgen berichtete sie ihren Freunden aufgeregt von den Geschehnissen. Gemeinsam fasste man den Entschluss, noch am Tage die Ruinen, denn von dort stammte das Fragment, aufzusuchen. Am Tage würde man nicht erwartet und könne auch selbst besser sehen.

Ein paar Stunden später erreichten sie die Ruinen. Neben allerlei umgestürzten Säulen und zerbröselten Mauern fanden sie schließlich einen fast unzerstörten Eingang zu einem Gewölbe. Aufgefallen war ihnen zunächst nur der Gargol, der auf einer Säule Wache hielt. Irgendwie gelang es ihnen das Gewölbe zu betreten ohne dass der Gargol sie verfolgte. Ihre Fähigkeit im Schleichen war es mit Sicherheit nicht, die dies bewirkte, sondern eher eine große Portion Glück.

Ein kurzer Gang, dann ein Raum mit zwei Feldbetten und einer Tür. Zum Glück waren die Betten, bis auf einige Decken, leer. In der Ferne hörten sie das typische Geräusch einer Schmiede. Nachdem die Vier das Türhindernis bewältigt hatten wurde das Geräusch lauter. Ein paar Schritte später sahen sie auch den Urheber. Eine Gestalt mit Hörnern hatte einen großen Schmiedehammer in der Hand und schlug mit diesem gleichmässig auf ein Teil auf dem Amboss ein.

Es kam zu einem kurzen „Handgemenge“, in dessen Verlauf das Schicksal der gehörnten Gestalt, es war wohl ein niederer Dämon, eine weitere Wendung nahm. Schließlich war das Hindernis „Schmied“ nicht mehr vorhanden und die vier konnten sich etwas genauer umschauen. Der Dämon hatte an einer Art gezackter Sichel gearbeitet. Neben dieser Sichel lag eine bereits fertig gestellte Krone. Die Vier packten beide Teile ein und „stürmten vorsichtig“ weiter.

Wieder ein kurzer Gang und danach ein neuer Raum. Dies schien ihr Ziel zu sein, denn es befand sich dort eine große Statue, bei der allerdings noch ein Teil fehlte. Deshalb also sollte Gudrun das Steinfragment bringen. Die Statue sollte vollendet werden. In dem Raum befanden sich 3 Kultisten und ein Magier. Auch hier ging es nicht ohne ein Handgemenge, in dessen Verlauf Gudrun so einige Pfeile verbrauchte. Aber auch diesmal waren die Vier schließlich siegreich.

Groß war ihr Erstaunen, als sie die Masken der Kultisten entfernten und einige Dorfbewohner erkannten. Bei dem Zauberer handelte es sich um den jungen Bernhard Hölder. Sein Ziel war es anscheinend gewesen, Sartala, die Todesgöttin, zu erwecken. In dem Raum fanden sich auch einige brüchige Pergamente. Alles verstanden sie nicht, aber es schien sich um Beschreibungen von Binderitualen niederer Dämonen zu handeln. Am liebsten hätten die Vier sofort alles zerstört, aber zunächst mussten sie den Wachen beweisen, wer für die Vorfälle im Dorf verantwortlich war.

In der Hütte von Bernhard Hölder befand sich sein Tagebuch, in dem er noch 3 weitere Bewohner von Mühlstädt als Anhänger des Geheimkultes nannte.

Der Bericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sollte nur „kurz“ die Geschehnisse der letzten Spielsitzung wiedergeben.


Flüchtige Gedanken von Widmar Morgenstern.

Welches Unheil wird Mühlstädt denn noch widerfahren? Ein Kult, mitten in unserem sonst so idyllischem Dorf? Und das, nachdem wir schon mit einer Flut und verärgerten Feen zu kämpfen hatten?

Der Kult, man glaubt es kaum, hatte den seltsamen Bernhard Hölder als Anführer, ein Einzelgänger in unserem Alter, mit dem wir uns nie sonderlich beschäftigt hatten. 6 weitere Bewohner unseres Dorfes und er hatten es sogar gewagt einen niederen Dämon zu beschwören und einen Gargoyle, der jetzt wohl immer noch die Gegen heimsuchen muss - denn er verschwand spurlos - zum Leben zu erwecken. Zum Glück wusste Gudrun das Bruchstück der Statue, die sie einst in den Ruinen fand, sicher aufzubewahren…. Der Kult wollte tatsächlich Satala, die Todesgöttin, durch dunkle Riten über Mühlstädt ziehen lassen. 3 der Kultmitglieder samt Hölder konnten wir erledigen, und sogar den niederen Dämon konnten wir zurückschicken. Die 3 anderen Kultmitglieder konnten wir zum Glück Dingfest machen und verhaften lassen…

Wir versiegelten mit Hilfe der Mühlstädter Bürger die Kultstädte. Was Randolf mit den Unterlagen machte, dass weiss ich nicht mehr so recht…

Zumindest habe ich eine Vermutung: Das so viel Unheil über Mühlstädt kommt, seitdem Salvia weg ist, kann kein Zufall sein. Meine Freunde und ich sollten auf jeden Fall zu sehen, das Mühlstädt sicherer wird! Mal sehen, was wir für Pläne schmieden können…

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kampagnen/beyondthewall/abenteuer_in_muehlstaedt3.txt · Zuletzt geändert: 2017/05/17 08:49 von Stefan