Überlieferungen – Fate "Der magische Zirkel"

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Stefan vor 1 Jahr, 3 Monate.

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  • #194

    Stefan
    Keymaster

    Fate „Der magische Zirkel“ (Frühjahr 2011)

    Übertragen aus dem alten Ruhrpottspieler-Forum.

    Es handelt sich um eine Zusammenfassung einer Fate-Spielrunde.

    Im Vorfeld hatten wir uns darauf geeinigt Mitglieder eines Magischen Zirkels zu spielen. Dementsprechend hat sich das natürlich auf die Charakterkonzepte ausgewirkt. Herausgekommen sind dabei Egmund der Alchemist, Lorianah die Eismagierin und Therion der Beschwörer.

    Für uns als Spieler war es der erste Kontakt mit FATE, doch ich muss sagen dass die Charaktererschaffung recht gut von der Hand ging.

    Ein paar Probleme gab es mit den Aspekten, doch wenn man hier für mal ein Gefühl entwickelt hat, wird sich auch das geben. Die vom jeweiligen Spieler aufgeführte Legende, also eines seiner vergangenen Abenteuer, wurde während der ersten Sitzung reihum von den anderen Spielern aufgegriffen und weitergeführt. Dadurch wurden die Charaktere wunderbar untereinander verknüpft.

    Dieser Schritt war sehr unterhaltsam, da jeder wissen wollte, wie die anderen die Geschichte weiterführen würden.
    Außerdem erhielt jeder Charakter dadurch noch seine zwei finalen Aspekte. Noch schnell etwas an Ausrüstung aufgeschrieben und dann ging es daran, die Kampagnenwelt zu erschaffen. Das gemeinsame Vorgehen bei der Erstellung einer Karte für die Kampagne hat viel Spaß gemacht und wir haben auch ein schönes Szenario zusammen bekommen. Gemeinsam mit unserem Spielleiter werden wir nun für kurze Zeit diese Welt mit Leben füllen.
    Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Termin.

    Meister Therion
    [Beschwörer/Dimensionsmagier]

    1.Schritt -> Die Herkunft
    Ich bin das Kind einer euch fremden Welt, im Ringen um Macht und Ansehen verging ich mich gegen die Oberen.
    Um für meine Taten zu büßen wurde ich aus meiner Welt verbannt. Eingepfercht in einen sterblichen Körper.
    So muss ich 100 Jahre auf dieser Welt wandeln, bevor ich nach Hause zurückkehren darf.

    Aspekt 1: In sterbliches Fleisch gebannt!

    Meine Verbannung konnte das Band zu den unzähligen Ebenen nicht durchtrennen.
    Schwächere Wesen können meinem Ruf nicht widerstehen.
    So mache ich mir Ihre Fähigkeiten zu Nutze, wenn es mir beliebt.

    Aspekt 2: Die Macht der Stimme!

    2.Schritt ->Die Legende

    Titel: Therion und der Fluch von Gor’lath

    Gerüchten zu Folge soll es in den Ruinen der, vor uralten Zeiten, verfallenen Stadt Gor’lath Abhandlungen und Manuskripte über Reisen zwischen den Ebenen geben. So führte Therion eine kleine Expedition in die Ruinen dieser mystischen Stadt. Viele Gefahren lagen vor Ihnen und nur Wenige erreichten die geheime Bibliothek im Herzen der Stadt. In den finsteren Gemäuern lauerten unbekannte Schrecken aus allen Winkeln des Multiversums. Die Schriften aus Gor’lath waren sehr interessant und verschlangen viel Zeit. Die verbliebenen Begleiter ließen Therion bei seinen Büchern zurück. Vertieft in die literarischen Werke der Vorzeit bemerkte er ihr fehlen erst gar nicht.

    Aspekt 3: Bücherwurm

    Jedoch enthielten die Schriften nicht die gesuchten Informationen und entpuppten sich während des Studiums zum Großteil nur als bloßes Gefasel eines wirren Geistes. Ohnmächtig vor Wut zerstörte Therion große Teile der Bibliothek. Erschüttert durch den Rückschlag in Gor’lath lenkte sich Therion nach seiner mühsamen Rückkehr durch weitere Studien und körperliche Ertüchtigungen bis zur vollständigen Erschöpfung ab. Weder Geist noch Fleisch dürften in Zukunft versagen.

    Aspekt 4: Es gibt kein Scheitern!

    Handicap beim Zaubern:
    Beschwörungen lassen sich nur mittels Ritualkreis und entsprechender Rituale durchführen.
    Spontane Zauber verlangen komplizierte Worte und Gesten.

    Künstliche Intelligenz ist leichter zu ertragen als natürliche Dummheit.

    #195

    Stefan
    Keymaster

    Lorianah, Meisterin der Elemente
    Eismagierin

    1.Schritt -> Die Herkunft

    Aufgewachsen bin ich in der eisigen Wüste Nordestrian, als Angehörige der Noren. Mehr als einmal passierten seltsame Dinge in meiner unmittelbaren Umgebung, bis meine Begabung (oder war es eher ein Fluch?) erkannt wurde. Die meisten Mitglieder meines Volkes, zumindest die die ich kannte, fingen an meine Gesellschaft zu meiden als sie es merkten. Nur die Anhänger des Eisdrachens, die Mitglieder des eisigen Kultes, hatten keine Berührungsängste und förderten mich.

    Aspekt 1: Berührt vom eisigen Hauch des Eisdrachens

    Zwistigkeiten mit dem Anführer des Kultes, Thorn, zwangen mich dazu, meine Heimat zu verlassen und mein Glück im Süden zu suchen. Doch ich werde ihm beweisen, dass ich mittlerweile genauso gut bin wie er.

    Aspekt 2: Ich bin besser

    2.Schritt ->Die Legende

    Lorianah und die Befreiung des kleinen Eisdrachens

    Auf ihren Reisen erfuhr Lorianah von einem Seher, dass die Walrossmenschen ein Eisdrachenjunges gefangen hätten. Dieses solle bei Neumond geopfert werden. Lorianah, selbst eine Anhängerin der Eisdrachen, schlich sich in das Lager der Walrossmenschen, strafte sie mit dem eisigen Hauch des Winters und befreite den kleinen Drachen. Seit dieser Zeit kann sie im Falle der Gefahr auf die Hilfe der Eisdrachen hoffen, wenn diese in der Nähe weilen.

    Aspekt 3: Nichts ist umsonst

    Anschließend, beim Besuch des Marktes von Albassaria, geschah es auch, dass Lorianah auf der Suche nach einem Messer, den Stand des reisenden Händlers Theriok aufsuchte, der für die Qualität seiner Waren bekannt war. Doch anstatt eine sichtbare Reaktion auf Therioks blumenreiche Sprache zu zeigen, stand sie nur da, verzog keine Miene, zeigte schließlich auf ein Messer und sagt: Das da!

    Aspekt 4: Nordisches Temperament

    Handicaps beim Zaubern: Wasser muss beim Zaubern gegenwärtig sein

    ——————————————————————————————————-

    Egmund, Schüler des Sorlak
    Alchemist

    1.Schritt -> Die Herkunft
    Als Säugling in einem Waisenhaus aufgezogen wurde ich in frühen Jahren als Küchenhilfe
    an die Alchemistengemeinde zu Varont verschachert. Als ich beim großen Bankett die Kleidung
    des Meisters Sorlak durch einen Sturz mit Wein besudelte, wurde dieser auf mich aufmerksam.
    In dem Moment, da er seine Hand erhob, erkannte er meine angeborene Begabung und nahm mich
    nach meiner Bestrafung als Schüler in seine Obhut.

    Schnell erlangte ich Einblicke in die Geheimnisse der hohen Kunst. Als schließlich der Tag
    meiner Weihe gekommen war, ließ mir der Meister die Ehre zuteil werden, ihm beim Ritual der
    Verjüngung zu assistieren. Ein Fehler von mir ließ diesen Glückstag zu einer Katastrophe
    werden: Geist und Körper des Meisters trennten sich. Während der Leib zu Staub verging,
    fuhr sein Geist im verzweifelten Klammern an die diesseitige Welt in meinen Körper.

    Seitdem plagen mich seine Einflüsterungen. Mal scheint es, als wolle er mir helfen und gebe
    mir Rat, dann wieder lenkt er mich in entscheidenden Momenten ab und verursacht mein Scheitern,
    ganz als könne er sich nicht zwischen Fürsorge und Rachelust entscheiden. Ich habe geschworen,
    ihm wieder einen Körper zu verschaffen, sonst werde ich niemals Ruhe in diesem Leben finden!

    Aspekt 1: ER ist bei mir!
    Aspekt 2: Freiheit für den Meister!

    2.Schritt -> Die Legende
    Titel: Egmund und die Golembauer von Zil’kandu
    Nach dem fluchtartigen Verlassen der Alchemistengilde von Varont im Zuge der Ereignisse
    meiner Weihe machte ich mich auf zum fernen Ort Zil’kandu. Alte Schriften in der Bibliothek
    meines Meisters lobten die dortigen Eremiten als Meister der alten Kunst des Golembaus.
    Vielleicht wäre es mir dort möglich, einen künstlichen Körper zu beschaffen!

    Unglücklicherweise befand sich der Sumpf von Arosh auf meinem Weg. Mehr tot als lebendig
    erreichte ich schließlich die andere Seite. Niemals mehr möchte ich mich an die geschuppten
    Schrecken erinnern, die mich dort fast zur Strecke brachten!

    Aspekt 3: Nimm es weg, es hat Schuppen!

    In Zil’kandu wurde ich freundlich empfangen und gesundgepflegt. Als ich jedoch begann,
    fragen nach der Natur der dort erstellten Golems zu stellen, verschloss man sich mir. Heimlich
    beobachtete ich den Vorgang: Zil’Kandu’sche Meister wandeln ihren eigenen Körper in lebenden
    Stein, um in diesem Leib ein ewiges, emotionsloses Leben zu erlangen. Unter großen Mühen gelang
    es mir, eine Abschrift ihres großen Werkes zu erlangen und zu fliehen. Wenn ich doch nur ihre
    Geheimschrift entziffern könnte… was für Geheimnisse dieses Buch noch bieten mag? Aber schnell
    jetzt, sie sind nahe!

    Aspekt 4: Zil’Kandus Grimoire

    Zaubertechnik: Alchemistische Transmutationen erfordern hermetische Kreise und Rezitationen alter Formeln

    Künstliche Intelligenz ist leichter zu ertragen als natürliche Dummheit.

    #196

    Stefan
    Keymaster

    Die Geschichte nahm ihren Lauf….

    »Die endlose Grassteppe und der Titan«

    Wir waren unterwegs auf der großen Handelsstraße Richtung Neu-Gor´Lath, weil dort das Theaterstück „Der König in Gelb“ aufgeführt werden sollte, dessen Präsentation uns gefährlich erschien. Unterwegs bemerkten wir, das der Vulkan sich seltsam benahm, gleichzeitig war eine erhöhte Wolkenbildung im Norden erkennbar. Es wurde auch schlagartig kälter. Einige Mitglieder der Gruppe Jünger Travelos passierten unsere Reisegruppe, hielten, nachdem sie uns beim vorbei reiten dort erblickten, in einiger Entfernung an. Nach kurzer Beratschlagung ritten 6 von ihnen weiter, während die übrigen sechs anscheinend ein Beschwörungsritual begangen. Warum meine Magierin mit gezücktem Messer auf diese zuritt und sie angriff, wird wohl nur sie wissen. Aber immerhin konnte sie zwei von ihnen ausschalten. Während Egmund die Erde unter den mittlerweile durch ein Portal erschienenen Dämonen so „bezauberte“, dass diese ziemlich verlangsamt wurde, gelang Therion mit der Macht der Stimme schließlich deren Verbannung. Ein abschließend von Lorianah verursachter Blizzard sorgte für die „Zerstörung“ der übrigen, durch die Beschwörung doch sehr angeschlagenen Jünger Travelos. Lorianah folgte den Spuren der Flüchtigen, diese hatten den Weg Richtung Vulkan verlassen.

     

    »Veitstanz in Neu-Gorlath«

    Unsere drei magischen Freunde Lorianah, Egmund und Therion waren unterdessen auf dem Weg nach Neu-Gorlath um an ein geheimnisvolles Manuskript zu gelangen. Die Stadt war voll von fahrendem Volk und die Jünger Travelos rekrutierten fleißig neue Mitglieder für ihre Reihen. Doch eine weitere Fraktion machte in der Stadt von sich Reden. Die Jünger des Freudigen traten in Erscheinung. Zumeist aus Aussätzigen und Versehrten bestehend predigten sie die Verheißungen des Freudigen und führten wilde Veitstänze bis zur puren Erschöpfung auf. Etwas brodelte in der Stadt und unsere Charaktere zog es immer tiefer in diese Geschichte. Was hat es mit diesen Blasen von Nicht-Magie auf sich, welche in der Stadt zu spüren waren? Was sind die Pläne der unterschiedlichen Kulte? Viele Fragen wurden aufgeworfen und werden hoffentlich in den kommenden Wochen geklärt.

    Künstliche Intelligenz ist leichter zu ertragen als natürliche Dummheit.

    #197

    Stefan
    Keymaster

    Hier nun die Gedanken Therions zu den jüngsten Ereignissen:

    »Rendezvous mit dem Freudigen«

    … Neu-Gorlath – dieser Schmelztiegel der Ideologien und Machtfaktoren des Landes. Die Jünger Travelos und die Jünger des Freudigen sind aktiver denn je in der Stadt. Lorianah hatte auf ihren Streifzügen etwas entdeckt. Ein Theater in dem das besagte Stück aufgeführt werden soll.

    Und so begaben wir uns zu späterer Stunde zu eben jenem Theater. Viele Menschen waren auf dem Vorplatz und in den Gassen versammelt. Eine mystische Stimmung hing über dem ganzen und ein ätherisches Raunen strich über die Menge. Die Leute warteten gespannt darauf endlich Einlass zu erhalten. An den Türen des Theaters sorgten offensichtlich zwei Trolle für Ordnung, doch irgendwas stimmte mit diesen Gestalten nicht. Wir entschieden uns für den Hintereingang, hier lungerte ein Puk in der Gasse, welcher uns den Zugang zu dem Theater verwehren wollte. Doch seine Gegenwehr war vergeblich und über den Vorgang hüllen wir den Mantel des Schweigens.

    Im Inneren des Theaters erwartete uns eine groteske Truppe. Sahen sie doch aus wie Feenwesen, so wurde uns langsam klar, dass sie die Opfer grausamer Experimente oder Folter waren. Von unserer Position erhaschten wir dann im Folgenden auch einen Eindruck von dem Theaterstück. Die absonderlichsten Ideen entsprangen meinem Geist und hätte Lorianah uns nicht zur Besinnung gerufen, so wäre vermutlich etwas Schlimmes passiert. Doch so verließen wir diesen Ort wieder durch den Hintereingang, die Jünger Travelos lungerten derweil vor dem Haupteingang
    und wir ahnten was bald passieren würde. Da bemerkte Lorianah wieder einmal einen Schwarm schwarzer Vögel, welchem wir bis zur Magiergilde folgten. Wurden wir beobachtet? Hatte einer der Magier seine Finger in diesem Spiel?

    Plötzlich vernahmen wir einen Verfolger hinter uns. Ein Satyr aus der Theatergruppe hastete auf uns zu, gefolgt von gut einem halben Dutzend Travelos-Anhängern. Doch diese waren keine Herausforderung für uns und so ergab es sich, dass wir diesem vermeintlichen Satyr nach seiner Rettung einige Informationen entlocken konnten. Der Theatertrupp war nicht mehr im Besitz des Manuskripts – laut seiner Aussage hatte der Freudige es ihnen entwendet. Dem Freudigen wurde am folgenden Tag ein Besuch abgestattet; wie sich herausstellte „lebte“ er inmitten der Aussätzigenkolonie vor den Toren der Stadt. Er schien uns bereits zu erwarten und führte uns in seine bescheidene Unterkunft, welche sich im Inneren jedoch als wahrer Palast erwies. Ich konnte keinen Dimensionswechsel spüren und so stellt sich die Frage, ob das was wir sahen wirklich der Realität entsprach. Auf jeden Fall bestätigte uns der Freudige, dass die Theateraufführungen einem Ritual dienten, welche ihm, der in Gelb wandelt, den Zugang zu dieser Welt gestatten würde. Weiterhin bot er uns an, unsere Wünsche zu erfüllen, doch uns war bewusst, dass dies ein zweischneidiges Schwert war und so verzichteten wir darauf. Auch der Freudige gab an, das Manuskript nicht mehr zu besitzen, genau wie die Leute vom Theater berichtete er von einem riesigen Wesen mit scharfen Klauen, welches ihm das Buch entwendet habe. So begaben wir uns zunächst zurück zur Gilde, um kurz darauf zu erfahren, dass ein mächtiger Feuersturm über dem Lager der Aussätzigen niedergegangen war und alle Anwesenden dort vernichtet hatte. Auch wurde wieder der Schwarm schwarzer Vögel gesichtet. Die Gilde berief sofort Ermittlungen ein, doch Resultate stehen noch aus.

    Es muss jemand aus der Magiergilde hinter all dem hier stecken. Den Feuersturm kann nur ein Meister des Arkanen-Feuers erschaffen und dann muss er noch über die Fähigkeit der Transformation verfügen. Denn zum einen ist da der schwarze Vogelschwarm und mir deucht, dass auch das klauenbewehrte Wesen, welches sich das Manuskript angeeignet hat, eine andere Gestalt unseres mysteriösen Fremden ist.

    Wir werden die Überreste im Lager der Aussätzigen näher untersuchen, vielleicht lässt sich ja noch der ein oder andere Hinweis finden.

    Künstliche Intelligenz ist leichter zu ertragen als natürliche Dummheit.

    #198

    Stefan
    Keymaster

    »Portale überall Portale«

    … Warum funktionieren die Portale in dieser Welt nicht zuverlässig? Ständig gibt es Diskrepanzen in der Astralresonanz. Doch schauen wir mal was sich so zugetragen hat.

    Dieser mysteriöse Feuersturm hatte die gesamte Kolonie der Aussätzigen niedergebrannt. Nur noch Asche, verbrannte Knochen und glimmende Überreste waren zu finden. Doch in all dem Chaos entdeckten wir einen geschundenen Körper, den Körper des Freudigen, welcher sich wohl unter großer Qual bis nah an die Stadttore geschleppt hatte. Nur um dort von einem behuften Wesen überfallen und des gesuchten Manuskripts beraubt zu werden. Wieder einmal waren wir zu spät gekommen.

    Doch diese jüngsten Ereignisse schürten weiter das Feuer welches in der Stadt brannte. Die Anhänger des Freudigen tobten durch die Stadt. Ein Mob versuchte einen Tempel zu stürmen und anzuzünden. Unser beherztes und rechtzeitiges Eingreifen konnte schlimmeres verhindern. Die ganze Situation kam uns jedoch auch nicht ganz ungelegen. Den Einfluss der Magiergilde geltend machend, erklärten wir die Jünger Travelos zu Sündenböcken und Keim allen Übels. Und so gelang es uns diese Travelosbrutaus der Stadt zu vertreiben. Jetzt wo es ein Problem in Neu-Gorlath weniger gab, konnten wir die Suche nach dem wahren Übeltäter fortsetzen.

    Die einberufene Versammlung der Magiergilde war hierfür genau die richtige Gelegenheit. Die Hinweise sprachen für sich und so entpuppte sich ein Magier, gehüllt in einen Mantel aus Krähenfedern, als der Schuldige. Er verfügte zwar nicht über das Manuskript, aber dadurch dass wir ihn festsetzen konnten, rollten wir einen Stolperstein aus dem Weg. Die zuvor erwähnten Hufspuren deuteten auf eine Involvierung der Schaustellertruppe hin. Daher führte uns unser Weg am Abend zum neu entstandenen Theater im Hafenviertel. Den Mob vor dem Gebäude konnten wir mit einer Finte umgehen und dank der Transformationsfähigkeiten von Egmund war es uns ein leichtes, Zutritt zum Theater
    zu bekommen.Tatsächlich befand sich hier das gesuchte Manuskript. Doch welch sonderbare Kräfte diesem Buch innewohnten. Egmund war plötzlich mit dem Buch verschwunden und so standen Lorianah und ich alleine einer grauenhaften Bestie gegenüber. An diesem verfluchten Ort versagte mal wieder die Teleportationsmagie und nur mit viel Glück gelang uns schließlich der Rückzug.

    Wohin war Egmund nun verschwunden? All diese Bemühungen um letztlich von einem Sterblichen um den verdienten Lohn gebracht zu werden? Über die Wirren der Suche lasse ich mich hier nun nicht aus, doch glaube ich das Lorianahs Vertrauen in die Teleportation auf einem Tiefpunkt angekommen war. Die Reise führte uns nach Zil-Kandu, wo man uns nicht gerade freundschaftlich Willkommen hieß. Zum Glück gelang es uns die Magier in der Stadt der Golembauer von unserer ..ähm.. Unschuld zu überzeugen. Egmund fanden wir letztendlich in einer kleinen Werkstatt in einer schäbigen Taverne, vertieft in das Studium des Manuskripts. Mit Hilfe meiner „Überzeugungskraft“ konnte ich das Buch an mich bringen, doch Lorianah hatte auch noch ein Wörtchen mitzureden. Sie luchste mir das Buch ab und verpackte es sicher in einer Truhe. Das Buch hat einen sonderbaren Einfluss auf seinen Träger, das wird mir nun beim Schreiben dieser Zeilen klar. Vermutlich wären wir uns gegenseitig an die Gurgel gegangen, hätte Lorianah nicht so beherzt eingegriffen und einen kühlen Kopf bewahrt.

    Jetzt gilt es noch zu klären wie unsere nächsten Schritte aussehen sollen. Es muss doch möglich sein, dass jeder von uns seine Ziele verwirklichen kann.

    »Das Ende ist gekommen«

    Das Manuskript in der Tasche galt es nun den passenden Ort für die Rituale zu finden. Therions Ziel war es die Verbannung aus seiner Heimatebene vorzeitig zu beenden. Egmund wollte endlich seinen Meister loswerden, welcher ebenfalls in seinem Körper verweilte. Und Lorianah, ja was wollte Lorianah? Unergründlich wie der eisige Hauch des Nordens lagen ihre Ziele im Verborgenen. Die Reise sollte zu den uralten Grüften der Könige von Alara führen. Dies bedeutete eine Reise quer durch das Land. Ein Portal sollte hier helfen. Therion öffnete einen Riss zwischen den Dimensionen, doch statt einen Durchgang zum Zielort zu schaffen, schlüpfte durch das Portal ein gigantischer Eisdrache.
    Wie sich herausstellte, war dieser Eisdrache ein Gesandter der Eiskönigin, welche durch ihren Sendboten unsere Magier auf dezente Art und Weise an ihren Hof berief. Die Eiskönigin verlangte nach dem Manuskript, welches wir zum Glück vorerst vor ihr verbergen konnten. Wir sagten zu, das Manuskript für sie zu besorgen, im Gegenzug erhielten wir einen Eisdrachen als Transportmittel. Und so setzen wir unsere Reise zu den Grüften fort.

    Die Grüfte der Könige von Alara, jener mystische Ort aus der Zeit der Altvorderen. Ein geheimnisvolles und gefährliches Gräberfeld mit vielen magischen Besonderheiten. Hier sollte es unseren Magiern möglich sein die gewünschten Rituale durchzuführen. Vier mächtige magische Pylonen mussten umgepolt werden, um die mächtigen Energien im Zentrum der Grüfte zu fokussieren. Einige Gefahren und Hindernisse mussten beseitigt werden, dann war es endlich soweit, die Rituale konnten beginnen. Doch irgendetwas lief schief. Therion trat in das Portal, um zu seiner Heimatwelt überzutreten, doch gerade in diesem Moment betrat durch das Portal auch der König in Gelb diese Welt.
    Ein Ringen im Zentrum der magischen Energien entstand. Während Therion versuchte den König am Übertritt zu hindern, kämpfte Egmund in seinem Innersten mit seinem Meister, welcher die Kontrolle übernehmen wollte. Lorianah rief den Eisdrachen zu Hilfe, doch nicht der Drache erschien, sondern die Eiskönigin höchst persönlich. Mit vereinten Kräften gelang es schließlich den König in Gelb zurück durch das Portal zu drängen. Therion war ebenfalls verschwunden, auf welcher Welt er nun wandelt ist nicht überliefert worden. Egmund gelang es die Kontrolle über seinen Körper und Meister zu erlangen, doch sind sie immer noch vereint. Lorianah übergab schließlich das Manuskript in die Obhut der Eiskönigin. Sie schlug einen Platz am Hofe der Eiskönigin aus, und fungiert seit dem als Sprachrohr für die Belange der Königin in den Reichen der Menschen.

    …ENDE

    Künstliche Intelligenz ist leichter zu ertragen als natürliche Dummheit.

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