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Soldierboy (Joe Haldeman)

Soldierboy_720x600Das Jahr 2043.

Ein Nuklearkrieg hat unfassbare Zerstörung über die Menschheit gebracht. Die Kämpfe werden dennoch unerbittlich fortgesetzt. Den Krieg führen mental gesteuerte Kampfmaschinen – sogenannte „SOLDIERBOYS“. Der Soldat Julian Class steuert einen solchen “SOLDIERBOY“ und erlebt das Grauen des Krieges als verstörenden Livestream.

Die junge Wissenschaftlerin Amelia Harding will diesem Horror ein Ende setzen. Bald wird Sie eine Entdeckung machen, die das gesamte Universum Jahrtausende zurückwerfen könnte. Ein Neuanfang für die gesamte Menschheit wäre zum Greifen nah…

Die mir vorliegende Ausgabe des Buches Soldierboy von Joe Haldeman (Originaltitel: Forever Peace) ist beim Mantikore Verlag erschienen. Die Übersetzung stammt aus der Feder von Verena Hacker. Das Cover zeigt eine vermummte Gestalt, die eine Waffe geschultert hat, und auf den Überresten einer Maschine steht. Das Bild suggeriert eine post-apokalyptische Stimmung, welche meiner Ansicht nach nicht so recht mit dem Inhalt der Geschichte korrespondiert. Die Geschichte rund um Julian Class ist durchaus interessant zu lesen und hält anfänglich einige interessant Wendungen bereit. Doch gerade diese „Interessanten“-Elemente können nicht bis zum Ende aufrecht gehalten werden.

Jene Hauptfigur, Julian Class,  ist neben seiner Tätigkeit als Lenker eines Soldierboy – einer bewaffneten humanoiden Drohne – auch noch Wissenschaftler an einer Universität und wechselt im regelmäßigen Turnus zwischen diesen zwei Welten. Und so wechselt auch die Geschichte, wobei sich beide Stränge schließlich vermengen und nichts geringeres als die Rettung der Menschheit auf dem Plan steht. Konnte die erste Hälfte des Romans mich noch in ihren Bann ziehen, verliert für mich die Geschichte gerade zum Ende hin sehr stark an Faszination. Was aus meiner Sicht bleibt ist ein solider Roman, der mit seinen über 550 Seiten etwas zu umfangreich geworden ist.