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Cyberpunk Red – The Slow Boat from Chiba

Das Jumpstart Kit von Cyberpunk Red (2019, R. Talsorian Games) befindet sich nun schon seit November 2019 in meinem Besitz. Es wurde also mal Zeit für einen Ausflug nach Night City. Wer noch mal schnell eine Auffrischung zum Inhalt des Jumpstart Kit benötigt, der schaut sich einfach meinen Blogbeitrag aus dem letzten Jahr an.

Letzten Donnerstag haben wir nach vier Spielsitzungen mit Cyberpunk Red, welche über  Roll20 und Discord  statt fanden, unseren Ausflug in diese Welt abgeschlossen. Da mir das Abenteuer aus dem Jumpstart Kit nicht wirklich zusagte, die Geschichte ist recht oberflächlich und lässt den Spielern nicht viel Handlungsspielraum, hab ich mich dazu entschlossen, ein anderes Abenteuer anzugehen. Meine Wahl fiel auf das Abenteuer The Slow Boat from Chiba aus dem Band Night City Stories (1992, erschienen für Cyberpunk 2020), da hier mehr Handlungsmöglichkeiten und Lokationen für die Spieler zur Verfügung stehen. Lediglich in einigen der Handouts habe ich ein paar Jahreszahlen angepasst, ansonsten konnten wir das so spielen. 

Bei den Spielfiguren haben wir jedoch auf die vorgefertigten Charaktere aus dem Jumpstart Kit zurückgegriffen und so stürzten sich Racer (Nomadin), Forty (Rockerboy), Torch (Tech) und Redeye (Netrunner) Hals über Kopf in das Abenteuer. Die Regeln aus dem Jumpstart Kit waren schnell erklärt und zur Unterstützung gab es noch den ein oder anderen Handout im Roll20. Im dortigen Charakterbogen sind alle relevanten Spielwerte durchaus übersichtlich aufbereitet. Sehr unterhaltsam war auf jeden Fall das Lifepath-System, mit dem man einen Hintergrund zu seiner Spielfigure erstellen kann. Nun war es an mir, diese Informationen ins Abenteuer einfließen zu lassen. 

Die eigentlichen Spielsitzungen verliefen dann auch sehr unterhaltsam, die Spieler haben sich schnell in ihre Rollen hinein gefunden und die Geschichte nahm schon nach kurzer Zeit Fahrt auf. Der erst Kampf der Gruppe gegen drei Antagonisten war noch etwas ungelenk. Der nächste Konflikt jedoch lief schon um einiges geschmeidiger ab, zumal die Nomadin ihre Kraftfahrzeug, gepaart mit ihren Fahrkünsten geschickt in Szene bringen konnte. Obwohl die Regeln für das Netrunning schon stark vereinfacht wurden, haben wir hier die Regeln durch aus etwas freier interpretiert, was aber weder dem Spielspaß, noch dem Spielfluss geschadet hat. Die Abende waren sehr unterhaltsam und es war schön in die Welt von Night City abzutauchen. Ich bin schon ganz gespannt, wie sich das vollständige Grundregelwerk zu Cyberpunk Red präsentieren wird.

Hier noch ein paar Impressionen aus den Roll20 Sitzungen.

Unity – The Dragon’s Demand

Die Elfenbeinkönigin ist tot; Der verrückte Gott schläft. Für wie lange? Niemand weiß es. Seine Kinder, die Völker von Unity, haben Mühe, die zerfallende Welt, die er zurückgelassen hat, zu verstehen. Was einst unberührtes Land mit üppigen grünen Wäldern, majestätischen schneebedeckten Bergen und glitzernden Ozeanen war, liegt jetzt öde und ausgetrocknet. Es gab eine Zeit, in der diese Welt ein herrliches Leuchtfeuer im Kosmos war, das in seiner surrealen Schönheit und Harmonie seinesgleichen suchte. Es war eine Zeit, in der die Völker von Unity zusammen standen und Gesellschaften und leuchtende Städte voller Wunder und technologischer Errungenschaften schufen. Diese Zeit ist lange vergangen.

Erkunden Sie die vergessenen Überreste eines einst goldenen Zeitalters, in dem die Sterblichen die Götter herausfordern konnten. Entdecken Sie längst vergessene alte Technologien wieder, die die Grenzen zwischen Realität und Wunder verwischen. Entdecken Sie neue und aufregende Kulturen in einer vernarbten Landschaft voller Geheimnisse und verborgener Schönheit.

In der letzten Woche haben wir unsere, bis dahin laufende, Runde mit dem Rollenspielsystem Unity beendet. Als Abenteuer für die Unity-Runde, hatte ich mich für das Pathfinder Modul The Dragon’s Demand entschieden. Die Geschichte erschien mir durchaus passend und lies sich auch gut, ohne große Probleme, in die Welt von Unity verlagern. Zumindest dachte ich Anfangs so.

Die Gruppe war bunt gemischt und bestand aus einem Furian Judge, einem Human Fellhunter, einem Afflicted Priest (Warpriest) und einem Valla Phantom. Eine gute Mischung an Nah- und Fernkämpfern und einige Unterstützungsfähigkeiten waren ebenfalls dabei.

Was sich für mich beim leiten des Abenteuers schwierig gestaltete, war das anpassen und umwandeln der Pathfinder Gegner auf die Unity-Engine. Leider gibt es im Unity-Regelwerk nur recht wenige Spielwerte für Gegner und die dort aufgeführten sind dann, in vielen Fällen, doch wieder recht speziell. Auch mit der Hilfe zur Erstellung eigener Kreaturen war mir nur wenig geholfen, da mir zumal auch noch die Erfahrungswerte fehlten, herausfordernde, aber nicht unmögliche Begegnungen zu kreieren. Der Einfachheit halber wurden dann für einen Koboldstamm die hinterlegten Werte der Goblins genommen, oder ein magischer Bär erhielt die Werte eines Ork-Berserkers.

Das Abenteuer selbst war dann doch sehr auf die unterschiedlichen Dungeons fixiert. Was in Maßen noch recht interessant sein kann, nimmt mir, wenn es dann überhand nimmt, schon etwas denn Spielspaß. Dies war auch ein Grund, warum ich das Abenteuer dann etwas gestrafft und wir nicht alle Station abgegrast haben. Hinzu kommt noch, dass ich mir mehr von dem System erhofft hatte. Ein Faktor war sicherlich, dass wir recht unregelmäßig gespielt haben und daher die Regeln nicht immer gut saßen. Dennoch hatten wir viel Spaß bei der Runde, auch wenn ich vielleicht nicht, das Setting, so wie ich es mir vorgestellt hatte, vermitteln konnte. Letztlich wurde der Drache besiegt und die Gruppe kam mit ordentlich Schätzen davon.

Würde ich Unity wieder mal spielen?
Ja, durchaus, aber dann würde ich ein eigenes Abenteuer entwerfen und versuchen einige der Settingaspekte mehr in den Vordergrund zu stellen.  

Ein wenig Material von mir, zu Unity, findet ihr hier unter Ruhrpottspieler im Download-Bereich (Link) . 

#WirBleibenZuhause – Rollenspiel geht auch so

Bundesministerium für Gesundheit

Wie bereits aus meinem letzten  Blog-Beitrag (Das Gemäuer der Noppensteine) entnommen werden konnte, haben auch wir, von Ruhrpottspieler, unsere abendlichen Rollenspielrunden an den virtuellen Spieltisch verlagert. Und ich muss sagen, es klappt bei uns sehr gut. Als Hilfsmittel setzen wir auf Roll20, als virtuelle Spielfläche, und Discord für die Sprachkommunikation. Bei beiden Plattformen kann man sich ganz unkompliziert registrieren und gleich los legen. Ok, für den Spielleiter ist die Einstiegshürde bei Roll20 etwas höher, als für die Spieler, aber wenn man sich da einmal reingefuchst hat, was dank der guten Dokumentation und der vielen Tutorials ohne Probleme möglich ist, dann geht einem das Leiten einer Runde gut von der Hand.

Erfolgreich gespielt in den letzten Tagen haben wir bisher: Der Schatten des Dämonenfürsten, Finsterland und Unity. Am kommenden Donnerstag tauchen wir ein in die Welt von Cyberpunk Red und statten Night City ein Besuch ab. Und am Horizont warten auch schon bereits Die Verbotenen Lande auf uns.

Bildquelle: https://www.zusammengegencorona.de/wirbleibenzuhause/

Das Gemäuer der Noppensteine

Für unsere aktuelle Runde Der Schatten des Dämonenfürsten, bei der wir die Kampagne Geschichten aus dem Schatten spielen, hatte ich für den Dungeon im Wächterhain, aus dem Abenteuer Der seltsame Fall vom verirrten Schwein, etwas Besonderes zur Visualisierung geplant.

Fand die erste Darstellung des Dungeon, für den Abstieg in den selbigen, noch auf einer Flipmap statt, sollte es am letzten Freitag um einiges haptischer werden. Denn in der Zeit zwischen den Spielterminen kam bei mir die Idee auf, den Dungeon mit Lego nach zubauen und nicht nur den Dungeon, sondern jedem Spielercharakter auch eine eigene Minifig-Figur zu widmen.  Da der Dungeon jedoch für Minifigs etwas groß aufgefallen wäre, entschloss ich mich dazu, den Dungeon für Microfigs anzufertigen. Leider kam der Dungeon aber nicht zum Einsatz, denn auf Grund von Corona und Covid-19 hatten wir uns kurzfristig dazu entschlossen für unsere Rollenspielrunden auf Roll20 auszuweichen. Und so steht nun ein knuffiger Microfig-Dungeon auf meinem Schreibtisch, doch bevor er wieder in seine Einzelteile zerlegt wird, will ich das Exemplar der Öffentlichkeit nicht vorenthalten.

Verweise:
Der Schatten des Dämonenfürsten (https://www.system-matters.de/)
Roll20 (https://roll20.net/) 
Lego (https://www.lego.com/)